Sonntag, 11. Januar 2009

Der Becher lebt!

Alle Anwender von Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging werden sich noch entsinnen, dass wir im Sommer einen wahnwitziges Fest in Neckartailfingen miterleben durften (wir berichteten). Einem Gassahuber ist hierbei noch während des Festes sein Barbecher abhanden gekommen. Da dieser auch nach mehrwöchiger Suche nicht wieder aufgetaucht ist, wurde ein Nachruf im Herrenberger Gemeindeblättle veröffentlicht, eine kleine Trauerfeier abgehalten (natürlich wurde hier nur aus der Flasche getrunken, um schmerzliche Erinnerungen zu umgehen) und der Barbecher aus der Inventarliste des Besitzers gestrichen.

Am gestrigen Abend beim Ausflug der Gassahuber nach Hockenheim-Reilingen, also ca. 4 Monate nach dem Verlust, begab sich dann ein Mitglied der Gruppe Rosa aufgrund der Verköstigung mehrerer isotonischen Kaltgetränke pilsener Brauart auf die Herrentoilette der Mannherzhalle Reilingen, um sich zu erleichtern. Hier begenete das Gruppenmitglied einem Vertreter der Bläachguggafätzzer Altenstadt, der, noch vor der Beendigung seines Abschüttelvorgangs, geheimnisvoll verkündete: "Ich muss dir mal was zeigen." Dies war für einen Moment ein wenig beängstigend, doch zum Glück stellte sich schnell heraus, dass der Bayer hiermit nicht seine Nudel meinte. Denn nach dem Waschen der Hände nahm er seinen Barbecher in die Hand, drehte ihn um und deutete auf einen an der Unterseite des Bechers angebrachten Aufkleber mit der Aufschrift: "Diese Tupperware ist Eigentum von: B. V. Gassahuber". Und mit einem Grinsen fügte der Bayer hinzu: "Und ich habe keine Ahnung, wie ich an den Becher gekommen bin. Den Aufkleber habe ich heute das erste Mal gesehen..."

Doch wir wissen es: Da es sich bei den beiden eingetragenen Buchstaben auf dem Aufkleber um die Initialen des ehemaligen Besitzers aus den Reihen der Gassahuber handelte und die Bläachguggafätzzer (BGF) auch in Neckartailfingen waren, war sofort klar, dass dies der verlustige Becher war. Somit lassen sich die Geschehnisse lückenlos rekonstruieren: Der Barbecher wurde beim Sommerfest in Neckartailfingen - wohl in der dortigen Bar - versehentlich vertauscht und gelang somit in den Besitz eines BGFlers. So machte sich der Becher auf den Weg nach Altenstadt, um dort vermoggt und verbeppt im Regal zu stehen, bis er zum Ausflug nach Hockenheim wieder aus dem selbigen genommen wurde. Als er dann dort vorschriftsmäßig feucht ausgeschwenkt wurde, wurde der Bepper entdeckt. Die Reise des Bechers stellt sich somit wie folgt dar:

Die Reise des Barbechers

Da der ehemalige Besitzer inzwischen einen neuen Becher hat und der neue Besitzer über keinen anderen Becher verfügt, durfte der BGFler den Becher behalten - schließlich wäre er an der Bar sonst mächtig aufgeschmissen gewesen. Und das bringt ja auch einiges für die Völkerverstänigung! Somit bleibt nun nur noch zu klären, wo der eigentliche Becher des BGFlers ist. Doch dieses Rätsel muss ein anderes Mal gelöst werden...

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